8 Euro: Vom Vorschlag zum Gesetz  
 
 

Der deutsche Gesetzgeber hat anders als bereits 18 von 25 EU-Mitgliedstaaten bisher keine Regelungen über einen einheitlichen Mindestlohn formuliert und verabschiedet. Bereits im Januar 2006 hat die Fraktion DIE LINKE. Einen Antrag mit dem Ziel, eine Mindestlohnregelung einzuführen, in den Bundestag eingebracht. Nachfolgende Texte zeichnen zusammengefasst auf, warum Deutschland aus unserer Sicht einen Mindestlohn brauch, wie wir uns eine entsprechende Regelung vorstellen und welche Auswirkungen dies auf Unternehmen hätte.

 

  Auch Deutschland braucht einen gesetzlichen Mindestlohn  
 
 

Mit einem gesetzlichen Mindestlohn wird Armut trotz Arbeit bekämpft, die auch in der Bundesrepublik weit verbreitet ist. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde verhindern, dass Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen und damit kaum ihre Existenz sichern können. Dabei käme ein Mindestlohn auch den Unternehmen zugute, da sie vor so genannter "Schmutzkonkurrenz" geschützt würden.   ...mehr

 

  8 Euro sind das Mindeste  
 
 

Ein Mindestlohn in der Größenordnung von acht Euro ermöglicht bei einer Vollzeitarbeit (38,5 Stunden/Woche) einen Nettolohn, der mindestens auf der Höhe der Pfändungsfreigrenze von 985 Euro liegt. Die Höhe des Mindestlohns ist also entscheidend. Die Fraktion DIE LINKE. fordert einen gesetzlichen Mindestlohn in Existenz sichernder Höhe: 8 Euro.    ...mehr

 

  Für alle Unternehmen machbar  
 
 

Ein gesetzlicher Mindestlohn wird Unternehmen daher keineswegs schaden oder sogar eine Welle von Entlassungen und Konkursen auslösen. Wie die Erfahrungen in Großbritannien belegen, bewältigen auch kleine Unternehmen die jährlichen Anhebungen des Mindestlohns sehr gut. Die von den Gegnern des gesetzlichen Mindestlohns aufgestellte Behauptung, Deutschland könne sich angesichts von 5 Millionen Arbeitslosen keinen Mindestlohn leisten, läuft deshalb ins leere.    ...mehr

 

  Mindestlohnregelung einführen!  
 
 

Antrag "Mindestlohnregelung einführen" an den Deutschen Bundestag. Gestellt von den Abgeordneten Werner Dreibus, Dr. Barbara Höll, Dr. Axel Troost, Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und der Fraktion DIE LINKE. (18. Januar 2006, Bundestagsdrucksache 16/398)    ...mehr